| Name weicht vom Ausweis ab | Rumänisch verlangt das Komma darunter (ș U+0219, ț U+021B), nicht die türkische Cedille (ş, ţ) – ältere Systeme setzen still das falsche Zeichen. Auf der Urkunde steht dann ein anderer Name oder Geburtsort als im Ausweis, und das Zivilstandsamt fragt nach. | Namen, Geburtsorte und Nummern werden zeichengenau gegen Ausweis und Ausgangsdokument geprüft und Unicode-korrekt gesetzt, damit Register und Behörden-OCR sie eindeutig lesen. |
| Diakritika weggelassen – Bedeutung kippt | Ohne Diakritika ändert sich der Sinn: peste heisst „über“, pește „Fisch“; fata „das Mädchen“, față „Gesicht“. In Befunden und Verträgen wird daraus eine falsche Aussage. | Vollständige, korrekte Diakritik ist Pflicht – keine „vereinfachte“ Schreibung; sinntragende Wörter werden gegengelesen. |
| Notenskala gedreht: 10 gegen 6 | In Rumänien ist 10 die beste Note und 5 die Bestehensgrenze, in der Schweiz ist 6 die beste Note und 4 die Bestehensgrenze. Wer die Zahl unkommentiert stehen lässt oder eigenmächtig „umrechnet“, verzerrt die Bewertung in beide Richtungen. | Noten und Durchschnitte (media) bleiben im Original und werden mit Skalenhinweis erläutert; die Einstufung nimmt die Anerkennungsstelle vor, nicht der Übersetzer. |
| Abschlüsse als Schweizer Äquivalent ausgegeben | Diplomă de licență, foaie matricolă, adeverință oder atestat haben kein deckungsgleiches Schweizer Gegenstück. Ein erfundenes Äquivalent behauptet einen Abschluss, den die Urkunde nicht ausweist. | Titel und Nachweisarten bleiben im Original mit erklärender Entsprechung – prüfbar für SRK, MEBEKO, swissuniversities und Arbeitgeber. |
| Rechtsform und Registerdaten „übersetzt“ | Eine SRL ist keine GmbH, das Registrul Comerțului (ONRC) kein Schweizer Handelsregister, und CUI/CNP sind eigene Kennnummern. Wer sie ersetzt, behauptet eine Gesellschaft oder Kennung, die es so nicht gibt. | Rechtsformen, Registernamen und Kennnummern bleiben stehen und werden erläutert, statt durch ein fremdes Institut ersetzt zu werden. |
| Nachgestellter Artikel & Genitiv-Dativ | Rumänisch hängt den bestimmten Artikel ans Wort (copil → copilul) und flektiert Namen im Genitiv-Dativ (fata → fetei). Wer wie im Deutschen ein Artikelwort davorsetzt, erzeugt doppelte oder falsche Bestimmtheit und bricht die Urkundenformel. | Muttersprachler bilden Bestimmtheit und Kasus korrekt – auch in festen Wendungen wie „Sohn des …“ oder „ausgestellt durch …“. |
| Falsche romanische Freunde | Die lateinische Nähe täuscht: prezervativ heisst Kondom (nicht Konservierungsstoff), librărie Buchhandlung (nicht Bibliothek = bibliotecă), concurs Auswahlverfahren. Dazu kommt slawischer, türkischer und ungarischer Wortschatz. | Fachterminologie wird am Kontext geprüft, nicht aus dem Französischen, Italienischen oder Englischen erraten; kritische Begriffe stehen in der geprüften Terminologie. |
| Ortsnamen aus Siebenbürgen, Banat und Moldau | Ein Ort trägt oft drei Namen: Sibiu = Hermannstadt = Nagyszeben, Cluj-Napoca = Klausenburg = Kolozsvár. Moldauische Altdokumente nennen ihn zusätzlich in kyrillischer Schreibung. Eine falsche Zuordnung macht Person und Geburtsort für das Amt nicht mehr eindeutig. | Orts- und Personennamen werden der heutigen amtlichen Form zugeordnet und historische Fassungen belegt mitgeführt, statt willkürlich übersetzt zu werden. |