Filipino-Übersetzer – Übersetzungsbüro für Filipino- und Tagalog-Fachübersetzungen und beglaubigte Übersetzungen philippinischer Urkunden

Sprachen › Filipino / Tagalog

Filipino-/Tagalog-Übersetzer für Deutsch ⇄ Filipino

Ihre PSA-Geburtsurkunde, das CENOMAR als Familienstandsnachweis oder das Transcript of Records Ihrer Pflegeausbildung übersetzt ein muttersprachlicher Filipino-Übersetzer zwischen Deutsch und Filipino – für die Vorlage beim Standesamt im Magistrat, beim Amt der Landesregierung, beim AMS oder bei ENIC NARIC AUSTRIA. Er bestimmt zuerst blattweise, was überhaupt Filipino ist, denn viele PSA- und PRC-Papiere sind bereits englisch ausgestellt, und führt den „middle name“ als Mädchennamen der Mutter, nicht als zweiten Vornamen. Amtliche Dokumente fertigt ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer als beglaubigte Fassung mit Bestätigungsvermerk nach § 190 Abs. 1 AußStrG an. Beglaubigte Urkunde ab 59 €, Fließtext ab 1,09 €/Normzeile.

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Muttersprachliche Filipino-Fachübersetzer · Ausgangssprache je Blatt geprüft · Namensführung am Reisepass abgeglichen · beglaubigt nach § 190 Abs. 1 AußStrG

DIN EN ISO 17100zertifiziert · Reg.-Nr. 7U517
Ausgangssprache geprüftEnglisch oder Filipino – vor der Beauftragung
Preis vorabFestpreis, transparent kalkuliert
VertraulichDSGVO-konform · NDA möglich

Kurz & klar

Was übersetzt der FÜD zwischen Deutsch und Filipino?

Der FÜD übersetzt philippinische Urkunden, Pflege- und Studiennachweise sowie Verträge zwischen Deutsch und Filipino – für Privatpersonen, Spitäler, Pflegeeinrichtungen und Arbeitgeber in Österreich. Der Bedarf entsteht fast immer an einem Verfahren: Nostrifikation eines Pflegeabschlusses, Anmeldung der Eheschließung beim Standesamt, Nachzug der Familie, Einstellung einer angeworbenen Fachkraft. Welcher muttersprachliche Fachübersetzer eingesetzt wird, bestimmen Verfahren, Dokumenttyp und tatsächliche Ausgangssprache.

Wir arbeiten in beide Richtungen: Filipino–Deutsch, wenn philippinische Unterlagen einer österreichischen Stelle vorgelegt werden, und Deutsch–Filipino für Arbeitsverträge, Vollmachten und Bescheinigungen wie den Teilauszug nach § 58 PStG 2013, die auf den Philippinen gelesen oder notariell beurkundet werden. Der erste Schritt ist immer dieselbe Prüfung: Welche Seiten sind englisch, welche filipino, welche handschriftlich ergänzt? Davon hängt ab, was überhaupt zu beauftragen ist.

Wofür Sie Filipino brauchen

Filipino übersetzen lassen: passend zu Ihrem Verfahren, nicht von der Stange.

Deutsch ⇄ Filipino bündelt sehr verschiedene Anliegen – vom Transcript of Records der Pflegeschule bis zur Vollmacht für den Grundstücksverkauf in der Provinz. Wählen Sie den Fall, der Ihrem am nächsten kommt: Wir ordnen einen muttersprachlichen Filipino-Fachübersetzer mit dem passenden Sachgebiet zu, prüfen die tatsächliche Ausgangssprache jedes Blattes und legen vorab fest, bei welcher österreichischen Stelle das Dokument gelten soll.

Sie kommen aus der Pflege und lassen Ihren Abschluss nostrifizieren

Für einen philippinischen Pflegeabschluss führt der Weg in Österreich über die Nostrifikation, und die Zuständigkeit hat mit 1. Jänner 2020 gewechselt: Seither wird die Nostrifikation im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege nach § 31 GuKG nur mehr von Fachhochschulen durchgeführt, die früheren Bestimmungen über den Landeshauptmann (§§ 32 und 33 GuKG) sind entfallen; für Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz bleibt das Amt der Landesregierung zuständig. Streng ist in beiden Wegen die Form: Die Stadt Wien verlangt für ihr Nostrifikationsverfahren „Übersetzungen aller Urkunden von gerichtlich beeideten Sachverständigen (Dolmetscher*in) aus Österreich, einem EU-Land oder aus dem EWR“ – also auch dort, wo Sie das Papier für verständlich halten. Betroffen ist Ihr ganzer Stapel: Bachelor of Science in Nursing, die Registrierung als Registered Nurse bei der Professional Regulation Commission, das Official Transcript of Records mit den Unterrichtsstunden je Fach und der Nachweis der praktischen Ausbildung (Related Learning Experience). Wir sichten den Stapel blattweise und beauftragen genau die Papiere, die das Verfahren verlangt.

Häufig: philippinischen Pflegeabschluss nostrifizieren lassen und Transcript of Records mit Stundennachweis.

Sie melden die Eheschließung an – ohne Ehefähigkeitszeugnis

Die Philippinen stellen kein Ehefähigkeitszeugnis aus. An seine Stelle treten in der Praxis die Familienstandsbescheinigung der PSA – das CENOMAR, wenn kein Eheeintrag besteht, das Advisory on Marriages, wenn das Register eine Ehe ausweist –, die PSA-Geburtsurkunde und Bescheinigungen der philippinischen Vertretungsbehörde; welche Nachweise genügen, legt das Standesamt fest, bei dem Sie anmelden. Bei der Form ist die Vorgabe dagegen eindeutig: Fremdsprachige Urkunden nimmt das Standesamt entweder in internationaler Ausfertigung entgegen oder mit einer Übersetzung durch eine Gerichtsdolmetscherin oder einen Gerichtsdolmetscher, und aus manchen Staaten braucht die Urkunde zusätzlich eine Apostille, damit sie in Österreich Beweiskraft besitzt. Wir übersetzen das Bündel als Einheit und führen Namen und Daten über alle Urkunden hinweg identisch.

Häufig: CENOMAR als Ledigkeitsnachweis fürs Standesamt und PSA-Geburtsurkunde für die Eheanmeldung.

Sie ordnen einen früheren Ehestand oder holen Familie nach

Hier liegt die philippinische Besonderheit, an der viele Verfahren hängen: Nach philippinischem Zivilrecht wird eine Ehe nicht geschieden, sondern gerichtlich aufgehoben oder für nichtig erklärt – wer „die philippinische Scheidungsurkunde“ sucht, sucht in aller Regel ein Dokument, das es nicht gibt. Vorzulegen ist stattdessen das Gerichtsurteil samt dem im PSA-Register nachgetragenen Vermerk. Dazu kommt der Dauerbrenner Namensschreibung: Abweichungen zwischen Reisepass, PSA-Urkunde und Antrag lassen sich auf den Philippinen nur teilweise administrativ heilen – die Republic Acts 9048 und 10172 erlauben laut PSA die Korrektur von Schreibfehlern, des Vornamens sowie von Tag und Monat der Geburt und des Geschlechts, ausdrücklich nicht des Geburtsjahres, und verlangen eine Veröffentlichung an zwei aufeinanderfolgenden Wochen. Wir übertragen die urkundliche Schreibung exakt und weisen Abweichungen aus, statt eine Fassung still zu glätten – Niederlassungsbehörde und österreichische Vertretungsbehörde in Manila vergleichen Zeichen für Zeichen.

Häufig: Nachzugsunterlagen aus den Philippinen und Urteil zur Nichtigerklärung der Vorehe.

Ihr Unternehmen stellt ein oder arbeitet mit philippinischen Partnern

Wer eine philippinische Pflegekraft anstellt, tut das in aller Regel über die Rot-Weiß-Rot – Karte. Für dieses Verfahren gilt eine andere Sprachregel als für die Nostrifikation: „Nicht in Deutsch oder Englisch verfasste Urkunden sind auf Deutsch oder Englisch zu übersetzen“, englische PSA- und PRC-Papiere bleiben also unübersetzt – wobei die Behörde „zur besseren Prüfung“ eine Beglaubigung nachfordern kann –, während dieselben Blätter im Nostrifikationsverfahren auf Deutsch verlangt werden. Wer beide Verfahren mit einem Stapel bedient, zahlt entweder doppelt oder legt zu wenig vor. Im Firmenverkehr ist außerdem die Special Power of Attorney das Standardinstrument, wenn Angehörige in Österreich eine Grundstücks-, Renten- oder Bankangelegenheit auf den Philippinen vertreten lassen. Der zweite Knackpunkt: Interne Schreiben und Personalunterlagen sind häufig Taglish – Filipino und Englisch wechseln satzweise. Wir teilen das Dokument nach tatsächlicher Ausgangssprache und rechnen nur ab, was übersetzt wurde.

Häufig: Arbeitsvertrag für die angeworbene Pflegekraft und Special Power of Attorney beglaubigt übersetzen.

Sprache & Kultur

Filipino oder Tagalog – welche Sprache steht auf Ihren Unterlagen?

Auf philippinischen Urkunden und in der Verwaltung heißt die Sprache Filipino: Sie ist die standardisierte Nationalsprache und neben Englisch Amtssprache der Republik (Verfassung von 1987, Art. XIV). Sie baut auf dem Tagalog des Großraums Manila und Süd-Luzons auf, nimmt aber Wortgut anderer philippinischer Sprachen sowie des Spanischen und Englischen auf. Umgangssprachlich und im Suchverhalten dominiert weiter „Tagalog“ – für die Beauftragung ist der Unterschied trotzdem praktisch relevant, weil Cebuano, Ilokano, Hiligaynon oder Waray eigene Sprachen mit eigenen Übersetzern sind. Steht auf Ihrem Dokument eine Regionalsprache, ist es kein Filipino-Auftrag; wir klären Sprache, Register und Region vor der Kalkulation.

Häufiger als eine Regionalsprache begegnet uns allerdings Taglish: In Schreiben, Personalunterlagen und eidesstattlichen Erklärungen wechseln Filipino und Englisch satzweise. Wir entscheiden pro Textstelle, was übersetzt wird und was – englische Fachbegriffe, Behördennamen, Eigennamen – bewusst stehen bleibt. Welche Stolperstellen daraus in der Praxis entstehen, zeigt die Fehlertabelle weiter unten. Für amtliche Vorlagen fertigen gerichtlich zertifizierte Übersetzer die beglaubigte Fassung an; welche Form der Echtheitsbestätigung Ihre Urkunde für Österreich braucht, klären wir weiter unten.

Wissenswert

Warum Filipino sich nicht Satz für Satz ins Deutsche spiegeln lässt.

Filipino ist eine austronesische Sprache und damit mit dem Deutschen nicht verwandt – der Bau des Satzes folgt anderen Regeln, obwohl das Vokabular vertraut aussieht. Statt Aktiv und Passiv trägt das Verb ein Fokus- oder Trigger-System: Affixe wie mag-, -um-, -in, i- oder -an legen fest, ob Akteur, Objekt, Ort oder Nutznießer im Mittelpunkt steht, und der Partikel ang markiert genau diese Rolle. Zeitstufen entstehen nicht durch Endungen, sondern durch Aspekt, oft gebildet mit Silbenverdopplung (takbo „laufen“ → tumatakbo „läuft gerade“); die Mehrzahl dagegen steht nicht am Wort, sondern im vorangestellten Partikel mga. Höflichkeit läuft über po und opo, nicht über eine Sie-Form. Dazu kommen Jahrhunderte spanischer und amerikanischer Prägung mit tausenden Lehnwörtern – von mesa (Tisch) bis kompyuter. Genau diese Mischung erzeugt die typische Fehlerklasse: Ein Satz lässt sich Wort für Wort übertragen und ist trotzdem falsch, weil Handlungsrichtung, Zeitstufe oder Zahl an einer Stelle stehen, die im Deutschen leer bleibt.

Qualität, die man erst beim Adressaten bemerkt

Fehler, die nur ein Filipino-Fachübersetzer erkennt.

Filipino sieht durch die vielen englischen und spanischen Wörter „naheliegend“ aus – und genau das ist die Falle. Diese acht Fallstricke unterscheiden eine muttersprachliche Fachübersetzung von einer wörtlichen; die ersten vier liegen in der Sprache, die letzten vier in der philippinischen Urkunden- und Namenspraxis.

Typische Fallstricke bei der Filipino-/Tagalog-Übersetzung Deutsch–Filipino und ihre fachliche Lösung
FallstrickWarum es schiefgehtWie der FÜD es löst
Fokus-/Trigger-Verbsystem ignoriertFilipino kennt kein deutsches Aktiv/Passiv, sondern ein Fokus-System: Bumili (Akteur-Fokus) vs. Binili (Objekt-Fokus) verschiebt, wer handelt und was im Mittelpunkt steht. Wer stur „übersetzt“, vertauscht Subjekt und Objekt.Muttersprachler wählen Affix (mag-, -um-, -in, i-, -an) und den ang-markierten Fokus nach dem Sinn des Ausgangssatzes – die Handlungsrichtung bleibt korrekt.
Aspekt und Mehrzahl verwechseltBeides wird anders gebildet, als es aussieht: Der laufende Aspekt entsteht durch Silbenverdopplung (sulatsumusulat „schreibt gerade“), die Mehrzahl dagegen durch den vorangestellten Partikel mga (mga bata „Kinder“) – eine verdoppelte Form wie batang-bata heißt nicht „Kinder“, sondern „blutjung“. Wer die Verdopplung für den Plural hält, ändert Zahl oder Zeitstufe einer Erklärung.Aspekt (abgeschlossen, laufend, bevorstehend) und Numerus werden getrennt gebildet, statt eine deutsche Zeitform oder Pluralendung 1:1 zu spiegeln.
Spanische „falsche Freunde“siguro heißt nicht „sicher“ (span. seguro), sondern „vielleicht“; syempre nicht „immer“ (siempre), sondern „natürlich“. Ein einziges Wort verdreht die Aussage einer Vollmacht oder Erklärung.Spanischstämmige Wörter werden nach ihrer heutigen Bedeutung im Filipino übersetzt, nicht nach dem spanischen Ursprung – kritische Begriffe sind in der Terminologie hinterlegt.
Höflichkeit po/opo falsch dosiertOhne po/opo wirkt ein Schreiben schroff; zu viel wirkt umständlich. Im formellen Register gelten wieder andere Regeln als im mündlichen. Der falsche Ton beschädigt Anträge und persönliche Erklärungen.Register und Anrede werden auf Zweck und Adressat abgestimmt – behördlich-nüchtern oder respektvoll-persönlich, konsistent über das Dokument.
PSA-Urkunde ist englisch – falsch beauftragtViele PSA-Dokumente (Geburt, Heirat, CENOMAR, NBI Clearance) sind bereits auf Englisch ausgestellt. Wer pauschal „aus dem Tagalog“ bestellt, zahlt für die falsche Sprachrichtung; Filipino-Passagen bleiben dagegen unübersetzt.Wir prüfen die tatsächliche Ausgangssprache jedes Dokuments vorab und beauftragen gezielt Englisch–Deutsch oder Filipino–Deutsch – Mischdokumente teilbezogen.
Name: „middle name“ als zweiter VornamePhilippinische Namen folgen der spanischen Ordnung: Vorname(n), mütterlicher Mädchenname als „middle name“, väterlicher Nachname. Wird der middle name als Vorname eingeordnet, passt die Person nicht mehr über Reisepass, Urkunde und Antrag zusammen – das erschwert die Identitätszuordnung und führt zu Rückfragen.Namensbestandteile werden 1:1 aus dem Reisepass übernommen und korrekt als Vorname / middle name / Nachname zugeordnet – inklusive der Buchstaben ñ und span. Schreibungen.
Spanische Nachnamen „übersetzt“ oder verändertFilipinos tragen seit dem Dekret von 1849 (Catálogo de apellidos) massenhaft spanische Nachnamen – de la Cruz, Bautista, Santos. Sie sind Eigennamen, kein zu übersetzendes Wort; eingedeutschte oder normalisierte Formen erzeugen einen anderen Namen.Eigennamen bleiben unangetastet in Originalschreibung; Präfixe (de la, del) und Groß-/Kleinschreibung werden exakt gehalten und gegen den Reisepass geprüft.
Datum, „Jr./Sr.“ & Suffixe übergangenNamenssuffixe wie Jr., Sr., III gehören zum Rechtsnamen und stehen auf PSA-Urkunden; philippinische Datumsangaben folgen oft dem US-Format (Monat/Tag/Jahr). Übergangen oder umgestellt entstehen Identitäts- und Datumsfehler.Suffixe werden als Namensbestandteil geführt; Datumsangaben werden eindeutig ausgeschrieben und Ziffer für Ziffer gegen das Original geprüft.

Warum sichere Filipino-Kenntnisse allein diese Fehler nicht abfangen

Viele dieser Fehler überstehen eine einfache Rechtschreib- oder Grammatikprüfung, weil sie an der Schnittstelle von Sprache, Schrift, Namensführung und Dokumentkontext entstehen – und die Hälfte davon steht gar nicht in der Sprache, sondern in der philippinischen Urkundenpraxis. Auffallen tun sie erst beim Standesamt, bei der nostrifizierenden Stelle oder in der Personalabteilung. Genau dort setzt muttersprachliche Fachübersetzung mit Sachgebiet an.

Bei philippinischen Urkunden entscheidet für Österreich die Reihenfolge – nicht nur die Übersetzung.

Erst die Apostille des DFA auf das Original, dann die beglaubigte Übersetzung des apostillierten Stücks.

Fach-Perspektive

Anerkennung in Österreich: Apostille statt Botschaftslegalisation

Für Vorlagen bei österreichischen Behörden, Gerichten und Ämtern übersetzt ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Filipino-Übersetzer, der nach § 14 SDG in die Gerichtssachverständigen- und Gerichtsdolmetscherliste eingetragen ist. Er beglaubigt nach § 190 Abs. 1 AußStrG die genaue Übereinstimmung mit dem Original und versieht die Fassung mit Datum, Unterschrift und Rundsiegel – in dieser Form nehmen österreichische Stellen sie als Nachweis entgegen; übersetzt und revidiert wird im Prozess nach DIN EN ISO 17100. Die beiden Normen sind nicht dasselbe: § 14 SDG regelt, wer eingetragen wird, § 190 Abs. 1 AußStrG, wie beglaubigt wird.

Die Reihenfolge, die Zeit und Geld spart

Philippinische Urkunden brauchen für Österreich keine Konsularlegalisation, sondern eine Apostille des philippinischen Außenministeriums (Department of Foreign Affairs, DFA). Das war nicht immer so: Die Philippinen sind dem Haager Apostille-Übereinkommen am 12. September 2018 beigetreten (in Kraft seit 14. Mai 2019), Österreich hatte am 5. März 2019 Einspruch erhoben und ihn am 31. Mai 2023 zurückgenommen – seit dem 1. Juni 2023 gilt das Übereinkommen zwischen beiden Staaten. Die Österreichische Botschaft Manila hält die Folge unmissverständlich fest: „Eine weitere Beglaubigung durch die österreichische Botschaft in Manila ist nicht erforderlich“ – und das rückwirkend: „Alle bereits seit 15. Mai 2019 vom philippinischen Außenministerium (DFA) ausgestellten Apostillen werden ohne weitere Beglaubigung in Österreich anerkannt.“

Praktisch heißt das zwei Schritte vor der Übersetzung: Erstens die Urkunde von der zuständigen philippinischen Stelle – bei Personenstandsurkunden die Philippine Statistics Authority (PSA), nicht der örtliche Local Civil Registrar. Zweitens die Apostille des DFA auf dieses Original. Erst danach die beglaubigte Übersetzung: Die Apostille bestätigt die Echtheit von Unterschrift und Amtssiegel, nicht den Inhalt und nicht die Übersetzung – sie muss also auf der Urkunde stehen, bevor übersetzt wird, sonst fehlt der Vermerk in der übersetzten Fassung und das Stück wird ein zweites Mal übersetzt. Ausgestellt werden PSA-Auszug und Apostille von diesen Stellen, nicht vom Übersetzungsbüro; wann eine Apostille überhaupt in Frage kommt, erklären wir gesondert.

Anwendungsfälle

Drei typische Filipino-Übersetzungen aus der Praxis.

Zweck, Zielstelle und Ausgangssprache entscheiden über Sprachrichtung, Terminologie und Beglaubigungsform. Drei häufige Aufträge – von der Ausgangslage bis zum Ergebnis.

Nostrifikation Pflege

Transcript of Records & RLE-Nachweis → Deutsch

Ausgangslage
Eine über ein Anwerbeprogramm eingereiste Pflegefachkraft legt BSN-Diplom, PRC-Registrierung, Official Transcript of Records und den RLE-Nachweis vor – Diplom und Registrierung auf Englisch, im Transcript einzelne filipino Fach- und Vermerkzeilen.
Ablauf
Wir klären zuerst, welche Stelle nostrifiziert – Fachhochschule oder Amt der Landesregierung –, übersetzen dann den vollständigen Satz beglaubigt, weil im Nostrifikationsverfahren alle Urkunden auf Deutsch verlangt werden, und führen den Namen 1:1 aus dem Reisepass.
Ergebnis
Ein vollständiger, prüfbarer Satz Unterlagen – mit Unterrichts- und Praxisstunden nachvollziehbar ausgewiesen und Noten in erläuterter Form statt in einer erfundenen österreichischen Entsprechung.

Eheschließung

CENOMAR & PSA-Geburtsurkunde fürs Standesamt

Ausgangslage
Für die Anmeldung der Eheschließung verlangt das Standesamt CENOMAR, PSA-Geburtsurkunde und Reisepass – die Urkunden bereits mit Apostille des DFA versehen.
Ablauf
Wir warten die Apostille ab, übersetzen dann das apostillierte Stück samt Stempeln und Vermerken beglaubigt und halten middle name, spanische Namenspräfixe und Suffixe über alle Urkunden hinweg in derselben Schreibung.
Ergebnis
Ein in sich stimmiges Urkundenbündel, in dem Personendaten über CENOMAR, Geburtsurkunde und Reisepass zusammenpassen – und keine Urkunde ein zweites Mal übersetzt werden muss.

Arbeit & Recht

Arbeitsvertrag & Vollmacht Deutsch ⇄ Filipino

Ausgangslage
Ein Arbeitgeber stellt eine philippinische Fachkraft ein; Arbeitsvertrag, Nebenabreden und eine Vollmacht (Special Power of Attorney) müssen in beide Richtungen rechtssicher vorliegen.
Ablauf
Ein juristisch versierter Fachübersetzer überträgt Rechtsbegriffe sinnwahrend, lässt Institutionen wie Firmenbuch und Prokura nach dem UGB im Original mit Erläuterung stehen und prüft die Terminologie im Vier-Augen-Prinzip.
Ergebnis
Dokumente, die auf beiden Seiten rechtssicher lesbar sind – ohne philippinische oder österreichische Rechtsinstitute durch fremde zu ersetzen.

Angebot & Preis

Was kostet eine Filipino-/Tagalog-Übersetzung?

Wir sichten Umfang, Fachgebiet, Sprachrichtung und Ausgangssprache und nennen einen verbindlichen Festpreis. Standard-Urkunden meist zum Pauschalpreis, umfangreiche Texte nach Normzeile – Beglaubigung auf Wunsch, PDF-Vorab und Postversand inklusive.

Verbindlicher Festpreis
Urkunde ab 59 €Fließtext ab 1,09 € / Normzeile
Preis vorab · keine unangekündigten Mehrkosten
Muttersprachliche Filipino-Fachübersetzungenthalten
Vorabprüfung der Ausgangssprache je Blatt (Englisch / Filipino)enthalten
Beglaubigung durch allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Übersetzer auf Wunschenthalten
PDF-Vorab & Postversand des Originalsenthalten
Muttersprachliche Revision & Endkontrolleenthalten

Zur Orientierung ab 59 € je Standard-Urkunde und ab 1,09 €/Normzeile im Fließtext; den genauen Betrag nennen wir nach kurzer Sichtung. Wie sich der Preis zusammensetzt →

Filipino-Übersetzung anfragen

Dokumente

Philippinische Dokumente übersetzen lassen – und was sie tatsächlich heißen

Die meisten amtlichen Papiere der Philippinen tragen einen englischen Dokumentnamen, auch wenn im Alltag Filipino gesprochen wird – deshalb steht hier die Bezeichnung, die auf Ihrem Blatt gedruckt ist, nicht eine Rückübersetzung. Häufig sind: Certificate of Live Birth auf PSA-Sicherheitspapier, Certificate of Marriage (philippinische Heiratsurkunde übersetzen), CENOMAR und Advisory on Marriages, NBI Clearance als Gegenstück zur österreichischen Strafregisterbescheinigung sowie Diploma und Official Transcript of Records. Filipino begegnet uns dagegen vor allem in handschriftlichen Vermerken, eidesstattlichen Erklärungen und Korrespondenz.

Häufige Fragen

Filipino-/Tagalog-Übersetzung – häufige Fragen.

Wer übersetzt bei Ihnen Deutsch ⇄ Filipino/Tagalog?

Muttersprachliche Filipino-Fachübersetzer mit Fachgebiet und Kenntnis der philippinischen Behörden- und Urkundenpraxis, unterstützt durch geprüfte Terminologie. Für amtliche Vorlagen zeichnet ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer; auf Wunsch prüft eine zweite qualifizierte Person nach dem Vier-Augen-Prinzip.

Heißt die Sprache Filipino oder Tagalog?

Filipino ist die standardisierte National- und Amtssprache der Philippinen und baut auf dem Tagalog auf; Tagalog ist die zugrunde liegende Regionalsprache im Großraum Manila und Süd-Luzon. In amtlichen Kontexten heißt die Sprache Filipino. Schicken Sie uns einen Scan – wir ordnen Sprache, Register und Region zu, bevor kalkuliert wird.

Brauchen philippinische Urkunden für Österreich eine Apostille?

In der Regel ja. Seit dem 1. Juni 2023 gilt das Haager Apostille-Übereinkommen zwischen Österreich und den Philippinen; philippinische Urkunden werden mit einer Apostille des philippinischen Außenministeriums (DFA) anerkannt, eine zusätzliche Beglaubigung durch die Österreichische Botschaft Manila ist nicht erforderlich. Lassen Sie die Apostille vor der Übersetzung anbringen, sonst fehlt sie in der übersetzten Fassung.

Meine PSA-Urkunde ist bereits auf Englisch – brauche ich trotzdem eine Übersetzung?

Das hängt vom Verfahren ab. Für die Rot-Weiß-Rot – Karte sind laut migration.gv.at nur Urkunden zu übersetzen, die weder deutsch noch englisch verfasst sind; im Nostrifikationsverfahren werden dagegen Übersetzungen aller Urkunden ins Deutsche verlangt. Legen Sie uns den Stapel samt Zielstelle vor, dann beauftragen wir nur, was die Stelle wirklich braucht.

Wie werden philippinische Namen mit spanischem Nachnamen behandelt?

Legen Sie die Passseite bei: Wir übernehmen die Schreibung 1:1 aus dem Reisepass, ordnen den middle name als mütterlichen Mädchennamen ein statt als zweiten Vornamen und halten Sonderzeichen wie ñ sowie Suffixe wie Jr. konsequent, damit alle Dokumente auf dieselbe Person zusammenpassen.

Was kostet eine Filipino-/Tagalog-Übersetzung?

Der Preis richtet sich nach Umfang, Fachgebiet, Richtung und Frist. Nach kurzer Sichtung nennen wir einen verbindlichen Festpreis; Standard-Urkunden ab 59 € je Dokument, umfangreiche Texte ab 1,09 €/Normzeile.
Meine PSA-Urkunden waren teils englisch, teils Tagalog – der FÜD hat genau erkannt, was zu übersetzen war, und meinen middle name richtig geführt. Beim Standesamt passte alles auf Anhieb zusammen.
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M. Reyes · Pflegefachkraft, Wien

Karriere beim FÜD

Filipino-/Tagalog-Übersetzer werden?

Unsere Filipino-Übersetzungen werden von muttersprachlichen Fachübersetzern ausgeführt, die neben der Sprache vor allem drei Dinge sicher beherrschen: die blattweise Bestimmung der Ausgangssprache – philippinische Unterlagen sind teils englisch, teils filipino –, die Namensführung mit middle name, spanischen Namensteilen und Suffixen, und das Fokus- und Aspektsystem, das Handlungsrichtung und Zeitstufe anders trägt als das deutsche Verb. Wer als Filipino-/Tagalog-Übersetzer für den FÜD arbeiten möchte, muss deshalb mehr mitbringen als Zweisprachigkeit: ein belegtes Fachgebiet – Pflege- und Gesundheitsunterlagen für die Nostrifikation, Personenstands- und Aufenthaltsunterlagen, Vertrags- und Gesellschaftsrecht – und für beglaubigte Fassungen die Eintragung als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer. Wir arbeiten fest angestellt und freiberuflich mit gerichtlich zertifizierten Filipino-Übersetzerinnen und -Übersetzern zusammen; der Einstieg ist auch über ein Praktikum möglich.

Womit Sie arbeiten

Fachgebiete & Textsorten

Typisch sind zwei Arbeitsfelder. Das eine sind Unterlagen aus laufenden Verfahren: PSA-Urkunden von der Geburts- bis zur Heiratsurkunde, CENOMAR und Advisory on Marriages, die NBI Clearance, Nichtigkeits- und Aufhebungsurteile, dazu BSN-Diplom, PRC-Registrierung, Official Transcript of Records mit Stundenangaben und der RLE-Nachweis – für nostrifizierende Fachhochschulen und Ämter der Landesregierung, für Standesämter in Magistraten und Gemeindeämtern, für die Niederlassungsbehörde und die österreichische Vertretungsbehörde in Manila. Das andere ist die Arbeitgeberseite: Arbeitsverträge und Nebenabreden ins Filipino, die Special Power of Attorney, SEC-Registerauszüge sowie Personalunterlagen, in denen Filipino und Englisch satzweise wechseln. Die eigentliche Arbeit steckt seltener im Vokabular als in der Frage, welches Blatt für welche Stelle überhaupt zu übersetzen ist.

Berufsrealität

Was der Beruf tatsächlich verlangt

Philippinische Aufträge beginnen selten mit dem Übersetzen, sondern mit dem Sichten: Welches Blatt ist englisch, welches filipino, wo stehen handschriftliche Vermerke – und steht dort womöglich Cebuano, Ilokano oder Waray, dann ist es kein Filipino-Auftrag. Zweitens Verfahrenskenntnis, und zwar getrennt nach Zielstelle: Dieselbe englische Urkunde bleibt im Aufenthaltsverfahren unübersetzt und muss im Nostrifikationsverfahren auf Deutsch vorliegen; wer das verwechselt, produziert Kosten oder Lücken. Drittens Formstrenge: Der Bestätigungsvermerk nach § 190 Abs. 1 AußStrG bestätigt namentlich die genaue Übereinstimmung mit dem Original, nicht dessen Echtheit – die weist die Apostille nach, ausgestellt von der zuständigen Behörde, nicht vom Übersetzungsbüro. Wer bestätigt zeichnet, haftet für diese Abgrenzung. Und viertens ein zweigeteilter Arbeitsrhythmus: kurzfristige Urkundenaufträge, die an einem Amtstermin hängen, neben planbaren Personal- und Vertragsprojekten, in denen Terminologie über Monate konsistent bleiben muss. Wir arbeiten dafür mit festen Ansprechpartnern, verbindlichen Lieferterminen und gepflegten Termdatenbanken.

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