Tigrinya Übersetzer – Übersetzungsbüro für Tigrinya-Fachübersetzungen und beglaubigte Übersetzung Tigrinya Deutsch

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Übersetzer Tigrinya–Deutsch für Anmeldeheft, Nachzug und Zeugnis

Ihren eritreischen Taufschein, die Heiratsurkunde aus Tigray oder das Schulzeugnis überträgt ein muttersprachlicher Tigrinya-Übersetzer zwischen Deutsch und Tigrinya – für die Vorlage beim Zivilstandsamt, beim kantonalen Migrationsamt oder beim Staatssekretariat für Migration (SEM). Er erfasst auch handschriftliche Nachträge, Stempel und Randvermerke in Ge'ez-Schrift, rechnet Daten des äthiopischen Kalenders taggenau um und führt das Originaldatum mit; die Namensform richtet sich nach dem Ausweispapier, das die Schweizer Stelle in Ihrer Akte hat. Für amtliche Vorlagen zeichnet ein qualifizierter Übersetzer die Fassung mit Bestätigungsvermerk; verlangt die Zielstelle mehr, beglaubigt ein Notariat seine Unterschrift. Urkunden ab 89 CHF zum Festpreis, Fliesstext ab CHF 1.09/Normzeile.

  • 24-h-Expressnach Machbarkeit
  • Original per PostPDF vorab
  • Antwort in 60 Minan Werktagen
  • 4,7 · Trustpilot

Muttersprachliche Tigrinya-Fachübersetzer · Eritrea und Tigray klar unterschieden · Stempel, Nachträge und Rückseiten mit übersetzt

DIN EN ISO 17100zertifiziert · Reg.-Nr. 7U517
Eritrea & TigrayAussteller, Kalender, Namensform geprüft
Preis vorabFestpreis, transparent kalkuliert
VertraulichDSGVO-konform · NDA möglich

Übersetzung Tigrinya–Deutsch

Was übersetzt der FÜD zwischen Deutsch und Tigrinya?

Der FÜD übersetzt Urkunden, Behördenpost und Fachtexte zwischen Deutsch und Tigrinya (ትግርኛ) – überwiegend für Verfahren, in denen eine Schweizer Stelle über Aufenthalt, Ehe oder Anerkennung entscheidet. Welcher Übersetzer den Auftrag übernimmt, hängt weniger vom Umfang ab als vom ausstellenden Land: Eine Urkunde aus Eritrea und eine aus der äthiopischen Region Tigray sind beide auf Tigrinya, kommen aber von verschiedenen Verwaltungen, tragen verschiedene Kalender und werden in der Schweiz unterschiedlich geprüft.

Wir übersetzen in beide Richtungen: Tigrinya–Deutsch für Personenstands- und Bildungsurkunden, kirchliche Bescheinigungen und Verfahrensakten – und Deutsch–Tigrinya, wenn ein Entscheid, ein Mietvertrag oder eine Rechtsmittelbelehrung für die Empfängerin lesbar sein muss. Amtliche Vorlagen fertigen wir als beglaubigte Übersetzung Tigrinya mit Stempel und Bestätigungsvermerk.

Übersetzungsbüro Tigrinya

Tigrinya übersetzen lassen: passend zu Ihrer Situation, nicht von der Stange.

Tigrinya-Aufträge kommen selten einzeln: Auf das Asylverfahren folgen Aufenthaltsregelung, Eheschliessung, Familiennachzug, Ausbildung. Weil dieselben Namen und Daten dabei durch mehrere Akten wandern – beim SEM, beim kantonalen Migrationsamt, beim Zivilstandsamt –, entscheidet die erste Übersetzung, wie glatt die nächsten laufen. Wählen Sie den Fall, der Ihrem am nächsten kommt.

Sie sind im Asyl- oder Schutzverfahren

Eritrea war 2025 nach Afghanistan das zweitwichtigste Herkunftsland im Schweizer Asylbereich: 3415 Gesuche, ein Plus von 63,2 Prozent, dazu 981 Gesuche äthiopischer Staatsangehöriger – so die Asylstatistik 2025 des SEM. Entscheidend für Sie ist die zweite Zahl: Bei eritreischen Gesuchen lag die Schutzquote 2025 bei 59,0 Prozent. Nach dem Entscheid beginnt die eigentliche Urkundenarbeit – und die Namensschreibung, die jetzt in die Akte kommt, begleitet Sie durch Ausweis, Eheschliessung und Einbürgerungsgesuch. Wir legen sie deshalb von Anfang an so an, wie Ihr Schweizer Ausweispapier sie führt.

Häufig: Entscheid und Ausweispapiere und Tigrinya-Dolmetscher für die Anhörung.

Sie holen Familienangehörige in die Schweiz nach

Im Nachzugsverfahren scheitert selten die Übersetzung, sondern die Urkundenlage: Was die Schweizer Vertretung und das kantonale Migrationsamt sehen wollen, existiert oft nicht in der erwarteten Form. Eritrea kennt zwar eine Registrierungspflicht – Geburten sind laut dem SEM-Bericht Focus Eritrea binnen 90 Tagen anzumelden –, doch die staatlichen Register sind lückenhaft, weshalb dort auch Urkunden der anerkannten Kirchen akzeptiert werden. Genau diese Papiere kommen auf Tigrinya: Tauf- und Trauungsbescheinigungen orthodoxer Gemeinden, Wohnsitz- und Familienstandsbestätigungen. Der Knackpunkt: Sie sind handschriftlich ergänzt, gestempelt und mit Randvermerken versehen – übersetzt werden muss jedes Zeichen davon, nicht nur der Vordrucktext.

Häufig: Familiennachzug aus Eritrea und eritreische Heiratsurkunde fürs Zivilstandsamt.

Sie möchten in der Schweiz heiraten

Das Ehevorbereitungsverfahren führt das Zivilstandsamt. Nach Artikel 64 der Zivilstandsverordnung legen Sie Dokumente zu Geburt, Namen, Abstammung, Zivilstand und Staatsangehörigkeit bei, als ausländische verlobte Person zusätzlich einen Nachweis über die Rechtmässigkeit Ihres Aufenthalts bis zum Trauungstermin. Fremdsprachige Urkunden dürfen dabei zurückgewiesen werden, wenn keine beglaubigte deutsche, französische oder italienische Übersetzung beiliegt (Art. 3 Abs. 4 ZStV). Lässt sich ein Papier nachweislich nicht beschaffen, kann die kantonale Aufsichtsbehörde nach Artikel 41 ZGB eine Erklärung vor der Zivilstandsbeamtin zulassen – sofern die Angaben unbestritten sind. Der Knackpunkt: Fehlt in der Übersetzung ein Blatt oder ein Randvermerk, gilt das Dossier als unvollständig und geht zurück.

Häufig: Ledigkeitsnachweis fürs Ehevorbereitungsverfahren und Nachweise zu einer früheren Ehe.

Sie lassen Schule, Ausbildung oder Beruf anerkennen

Eritreische Schulzeugnisse tragen eine Besonderheit, die Schweizer Stellen regelmässig irritiert: Das Abschlussjahr der Sekundarstufe wird an der Warsay-Yikealo-Schule im Ausbildungslager Sawa absolviert – Schulname und Ausstellungsort gehören deshalb wörtlich in die Übersetzung und nicht in eine schweizerische Näherung. Aus Tigray kommen dagegen äthiopische Zeugnisformulare mit Datumsangaben im äthiopischen Kalender. Der Knackpunkt: Weder Schulform noch Notenskala haben ein Schweizer Gegenstück – hier ist 6 die beste Note, dort wird in Prozent- oder Punktwerten benotet. Wir übertragen Fächer, Noten und ausstellende Einrichtung prüfbar mit Erläuterung; über die Einstufung entscheiden swissuniversities (Swiss ENIC) für Hochschulabschlüsse, bei reglementierten Berufen die vom SBFI bezeichnete Stelle.

Häufig: Schulzeugnis aus Eritrea übersetzen und Berufsabschluss vom Horn von Afrika anerkennen lassen.

Beglaubigte Übersetzung Tigrinya–Deutsch

Ist Ihr Dokument überhaupt auf Tigrinya – und aus welchem Land?

Öfter als erwartet lautet die Antwort auf die erste Frage: nein. Eritreische Zivilstandsämter stellen ihre Urkunden nach dem SEM-Bericht Focus Eritrea auf Tigrinya, Arabisch, Englisch oder in Kombinationen dieser Sprachen aus; aus dem digitalen Personenregister lassen sich Auszüge auf Englisch oder auf Tigrinya drucken. Papiere aus Tigray sind häufig zweisprachig Tigrinya/Amharisch oder allein auf Amharisch, weil Amharisch die föderale Arbeitssprache Äthiopiens ist; aus dem eritreischen Tiefland kommen Urkunden auch auf Arabisch, aus anderen Landesteilen Äthiopiens auf Oromo. Liegt Ihre Urkunde in der englischsprachigen Ausfertigung vor, brauchen Schweizer Stellen trotzdem eine beglaubigte Übersetzung – dann aus dem Englischen. Schicken Sie uns einfach einen Scan: Wir sagen Ihnen vor dem Angebot, welche Ausgangssprache tatsächlich vorliegt.

Die zweite Frage entscheidet über Kalender und Behördennamen. Eritrea datiert amtlich gregorianisch und lässt seine Zivilstandsurkunden auf der Ebene der Unterregionen (Nus-Zobas) ausstellen; Äthiopien und damit Tigray nutzen den äthiopischen Kalender mit dreizehn Monaten und einem Jahreswechsel am 11. September – im Jahr vor einem gregorianischen Schaltjahr am 12. September –, ausgestellt wird dort von der Kebele- beziehungsweise Woreda-Verwaltung. Wer beides in einen Topf wirft, produziert ein falsches Geburtsdatum und eine Behörde, die es für dieses Dokument nicht gibt. Beides erkennen wir am Scan, ohne dass Sie es vorab wissen müssen.

Tigrinya-Fachübersetzungen

Fehler, die nur ein Tigrinya-Fachübersetzer erkennt.

Zwischen Deutsch und Tigrinya liegen ein eigenes Schriftsystem, zwei mögliche Herkunftsländer, zwei Kalender und ein anderes Namensrecht. Diese neun Fallstricke unterscheiden eine muttersprachliche Fachübersetzung von einer wörtlichen – jeder ist DE ⇄ TI-spezifisch und in der Praxis belegbar.

Typische Fallstricke bei der Tigrinya-Übersetzung Deutsch–Tigrinya und ihre fachliche Lösung
FallstrickWarum es schiefgehtWie der FÜD es löst
Tigrinya als Amharisch behandeltTigrinya und Amharisch teilen die Ge'ez-Schrift, gehören aber verschiedenen Zweigen des Äthiosemitischen an und sind nicht gegenseitig verständlich. Wer ein Tigrinya-Dokument einem Amharisch-Übersetzer gibt, weil „es dieselben Buchstaben sind“, bekommt Lücken genau dort, wo es auf Verwaltungsvokabular ankommt.Wir bestimmen die Ausgangssprache am Scan und setzen einen muttersprachlichen Tigrinya-Übersetzer an – bei zweisprachigen Tigray-Urkunden zusätzlich einen für den amharischen Teil.
Namensform am falschen Papier geprüftViele eritreische Auftraggeber besitzen keinen Nationalpass: Identitätskarten werden seit 2014 nur noch selten ausgestellt, und die Passausstellung setzt in der Regel den Nachweis des abgeleisteten Nationaldienstes voraus. Wer die Umschrift trotzdem „wie im Pass“ ansetzt, gleicht sie an ein Dokument an, das gar nicht existiert.Wir fragen vor der Übersetzung, welches Ausweispapier die Zielstelle in der Akte führt – Ausweis N, F oder B oder ein SEM-Reisedokument –, und halten die Namensform über alle Urkunden desselben Vorgangs identisch.
Vaters­name als Familienname eingeordnetDer Name besteht aus Eigennamen plus Vornamen des Vaters, oft ergänzt um den des Grossvaters; einen vererbten Nachnamen gibt es nicht. Wird der Vatername als „Familienname“ geführt, führen Einwohnerregister, Ausweis und Urkunde dieselbe Person unter zwei Namen.Die Bestandteile werden in der Reihenfolge des Originals übertragen und ihre Funktion (Eigenname / Vatername) in einer Anmerkung erklärt – ohne einen Familiennamen zu erfinden.
Eritrea und Tigray verwechseltBeide Regionen schreiben Tigrinya, aber die Urkunden kommen aus verschiedenen Staaten: in Eritrea von den Zivilstandsämtern auf Ebene der Unterregionen, in Tigray von Kebele- oder Woreda-Verwaltungen. Wird die Herkunft übersehen, steht in der Übersetzung eine Stelle, die für dieses Dokument nicht zuständig war.Wir ordnen die Herkunft anhand von Wappen, Formularaufbau und Amtsbezeichnung ein und übertragen die Stelle des tatsächlich ausstellenden Landes – mit ihrer amtlichen Bezeichnung.
Äthiopisches Datum unverändert übernommenTigray datiert im äthiopischen Kalender: dreizehn Monate, Jahreswechsel am 11. September. Zum gregorianischen Jahr sind acht Jahre zu addieren – nur für die Monate direkt nach dem Jahreswechsel, also September bis Jahresende, sind es sieben. Wer pauschal sieben Jahre addiert, verschiebt Geburtsdatum, Volljährigkeit und Fristen um ein volles Jahr. Eritreische Urkunden datieren dagegen gregorianisch.Jedes Datum wird tagesgenau umgerechnet und mit dem Originaldatum in Klammern belegt, damit die Schweizer Stelle die Umrechnung nachvollziehen kann – bei eritreischen Urkunden bleibt es beim gregorianischen Datum.
Falsche Vokalordnung der Ge'ez-ZeichenDie Ge'ez-Schrift ist eine Abugida: Jedes Grundzeichen tritt in sieben Vokalordnungen auf, die sich nur durch kleine Striche und Ringe unterscheiden. Eine Ordnung daneben, und aus einem Ortsnamen wird ein anderer. Zusätzlich bleibt die Konsonantenverdopplung ungeschrieben, sodass gleich aussehende Wörter Verschiedenes bedeuten können.Muttersprachler lesen Vokalordnung und Verdopplung aus dem Kontext, nicht aus der Zeichenform allein; Namen und Orte werden gegen die übrigen Unterlagen desselben Vorgangs abgeglichen.
Ge'ez-Zahlzeichen als Buchstaben gelesenIn handschriftlichen Eintragungen stehen Zahlen oft als Ge'ez-Zahlzeichen (=1, =10, =100). Sie kennen keine Null und keinen Stellenwert, sondern werden additiv zusammengesetzt – und sehen Buchstaben zum Verwechseln ähnlich. Falsch gelesen, kippt ein Jahrgang oder ein Aktenzeichen.Zahlzeichen werden in arabische Ziffern übertragen und Position für Position gegen die Vorlage geprüft; unklare Handschrift wird als solche gekennzeichnet, statt geraten zu werden.
Stempel, Siegel und Randvermerke ausgelassenArtikel 3 Absatz 4 der Zivilstandsverordnung erlaubt es, fremdsprachige Urkunden zurückzuweisen, wenn keine beglaubigte Übersetzung in eine Amtssprache beiliegt – und geprüft wird die Urkunde als Ganzes. Genau die Bestandteile, die Sachbearbeitende zuerst suchen – Rundstempel, Gebührenmarken, nachträgliche Randvermerke, Rückseiten –, fallen bei schneller Bearbeitung heraus.Jedes Element der Vorlage wird erfasst und in der Übersetzung an seiner Position beschrieben, Rückseiten eingeschlossen; unleserliche Stellen werden benannt statt stillschweigend übergangen.
Kirchliche Bescheinigung wie eine Zivilstandsurkunde behandeltTauf- und Trauungsbescheinigungen orthodoxer Gemeinden sind keine staatlichen Urkunden, auch wenn sie ähnlich aussehen und in Eritrea wegen lückenhafter Register behördlich akzeptiert werden. Wird eine Trauungsbescheinigung in der Übersetzung als „Heiratsurkunde“ bezeichnet, behauptet das Dokument eine Beurkundung, die es nicht enthält.Ausstellertyp und Urkundenart werden benannt, wie sie im Original stehen: kirchliche Bescheinigung bleibt kirchliche Bescheinigung, mit Gemeinde, Datum und Unterzeichner.

Warum sichere Tigrinya-Kenntnisse allein diese Fehler nicht abfangen

Viele dieser Fehler überstehen eine einfache Rechtschreib- oder Grammatikprüfung, weil sie an der Schnittstelle von Sprache, Schrift, Namensführung und Dokumentkontext entstehen – ein Muttersprachler ohne Urkundenpraxis läuft in fast jeden hinein. Auffällig werden sie erst beim Adressaten: beim Zivilstandsamt, beim kantonalen Migrationsamt, vor dem Verwaltungsgericht. Und dann kostet die Korrektur Monate, nicht Tage.

Viele eritreische Auftraggeber haben keinen Nationalpass – massgeblich ist der Ausweis, den die Schweizer Stelle tatsächlich in der Akte führt.

Meist Ausweis N, F oder B oder ein SEM-Reisedokument – und über alle Urkunden desselben Vorgangs hinweg dieselbe Schreibweise.

Vereidigter Tigrinya-Übersetzer

Eritreische und tigrayische Urkunden in der Schweiz: was die Beglaubigung leistet – und warum es keine Apostille gibt

Für Vorlagen bei Schweizer Behörden und Gerichten fertigt ein qualifizierter Übersetzer eine bestätigte Übersetzung (umgangssprachlich „beglaubigt“) mit Stempel, Unterschrift und Bestätigungsvermerk an; verlangt die Zielstelle mehr, beglaubigt ein Notariat die Unterschrift des Übersetzers. Die Schweiz kennt kein staatliches Vereidigungssystem für Übersetzerinnen und Übersetzer – massgeblich sind Qualifikation und Bestätigungsvermerk, revidiert im Vier-Augen-Prinzip nach DIN EN ISO 17100. Warum das mehr ist als eine Formalie, steht im Zivilstandsrecht: Nach Artikel 3 Absatz 4 der Zivilstandsverordnung können Urkunden, die nicht in einer schweizerischen Amtssprache abgefasst sind, zurückgewiesen werden, wenn ihnen keine beglaubigte deutsche, französische oder italienische Übersetzung beiliegt. Das ist der Teil, den wir liefern.

Keine Apostille für Eritrea und Äthiopien

Weder Eritrea noch Äthiopien gehören zu den Vertragsstaaten des Haager Apostille-Übereinkommens, dem die Schweiz seit dem 11. März 1973 angehört. Für Urkunden aus beiden Ländern kommt eine Apostille daher nicht in Betracht; an ihre Stelle tritt, soweit die annehmende Stelle einen Echtheitsnachweis verlangt, die Überbeglaubigung beziehungsweise Legalisation über die für das Ausstellungsland zuständige Schweizer Vertretung. Welcher Weg gefordert wird, entscheidet nicht das Übersetzungsbüro, sondern die Stelle, bei der Sie einreichen – der FÜD stellt weder Apostille noch Legalisation aus, klärt aber vorab, welche zusätzlichen Beglaubigungsschritte Ihr Fall braucht.

Wenn die Urkunde gar nicht zu beschaffen ist

Für eritreische Antragstellende ist das der Normalfall, und das Zivilstandsrecht hat dafür einen eigenen Weg: Nach Artikel 41 ZGB kann die kantonale Aufsichtsbehörde den Nachweis einer Personenstandsangabe durch eine Erklärung vor der Zivilstandsbeamtin oder dem Zivilstandsbeamten bewilligen, wenn sich die Beschaffung der Urkunden nach hinreichenden Bemühungen als unmöglich oder unzumutbar erweist und die Angaben nicht streitig sind. Ob eine ausländische Urkunde ins Personenstandsregister eingetragen wird, entscheidet ebenfalls die kantonale Aufsichtsbehörde – nach Artikel 32 IPRG beurkundet das Zivilstandsamt erst auf deren Verfügung hin. Was Sie steuern können, ist die Übersetzung: vollständig, mit benannten unleserlichen Stellen und mit einer Namensform, die zu Ihren Schweizer Ausweispapieren passt.

Dokumente auf Tigrinya übersetzen lassen

Drei typische Tigrinya-Aufträge: Verfahrensakte, Nachzug, Zeugnis.

Annehmende Stelle und Ausstellungsland entscheiden über Umfang, Anmerkungen und Beglaubigungsform. Drei häufige Aufträge – von der Ausgangslage bis zum Ergebnis.

Asyl- und Aufenthaltsverfahren

Unterlagen fürs SEM Tigrinya → Deutsch

Ausgangslage
Eine eritreische Gesuchstellerin legt Bescheinigungen, einen Taufschein und Ladungen auf Tigrinya vor. Einen Nationalpass hat sie nicht; in der Akte liegt ein Ausweis N.
Ablauf
Ein muttersprachlicher Tigrinya-Übersetzer erfasst die Ge'ez-Vorlage zeichengenau, ordnet die eritreische Herkunft anhand von Wappen und Amtsbezeichnung ein, richtet die Namensform am Ausweis N aus und kennzeichnet unleserliche Handschrift.
Ergebnis
Eine vollständige, nachvollziehbare Übersetzung ohne stille Auslassungen – mit einer Namensschreibung, die auch im späteren Aufenthalts- und Zivilstandsdossier trägt.

Familiennachzug

Kirchliche Bescheinigungen und Ersatznachweise → Deutsch

Ausgangslage
Eine anerkannte Flüchtlingsfrau holt Ehemann und Kinder nach. Statt staatlicher Urkunden liegen eine orthodoxe Trauungsbescheinigung, Taufscheine und Wohnsitzbestätigungen vor.
Ablauf
Jedes Papier wird nach Ausstellertyp benannt – kirchlich bleibt kirchlich –, Namen werden über alle Dokumente hinweg an das Schweizer Ausweispapier angeglichen, Datumsangaben nach Ausstellungsland behandelt.
Ergebnis
Ein Satz Übersetzungen, der die Beweislage ehrlich abbildet – ohne einer Bescheinigung eine Beurkundungswirkung zuzuschreiben, die sie nicht hat.

Ausbildung & Beruf

Schulzeugnis aus Sawa oder Tigray → Deutsch

Ausgangslage
Ein junger Eritreer bewirbt sich um eine Lehrstelle; sein Abschlusszeugnis stammt aus dem Ausbildungslager Sawa. Bei einem Mitbewerber aus Tigray trägt dasselbe Dokument äthiopische Kalenderdaten.
Ablauf
Fächer, Noten und ausstellende Einrichtung bleiben im Original mit Erläuterung; äthiopische Daten werden mit Originalangabe in Klammern umgerechnet, die Notenskala wird beschrieben statt in Schweizer Noten übersetzt.
Ergebnis
Eine Übersetzung, die die Qualifikation prüfbar abbildet und die Einstufung der zuständigen Anerkennungsstelle überlässt – ohne einen Schweizer Abschluss zu behaupten.

Preise für Tigrinya-Übersetzungen

Was kostet eine Tigrinya-Übersetzung?

Wir sichten Umfang, Ausstellungsland, Sprachrichtung und Dokumenttyp und nennen einen verbindlichen Festpreis. Standard-Urkunden ab 89 CHF zum Pauschalpreis, umfangreiche Texte nach Normzeile – Beglaubigung auf Wunsch, PDF-Vorab und Postversand inklusive. Handschriftlich ergänzte oder schwer lesbare Vorlagen sagen wir Ihnen vorab, statt später nachzuberechnen.

Verbindlicher Festpreis
ab CHF 1.09 / NormzeileStandard-Urkunden ab 89 CHF zum Pauschalpreis je Dokument
Preis vorab · keine unangekündigten Mehrkosten
Muttersprachliche Tigrinya-Fachübersetzungenthalten
Vollständige Erfassung inkl. Stempel, Randvermerken und Rückseitenenthalten
Namensabgleich mit Ihrem Ausweispapier · Kalenderumrechnung mit Originaldatumenthalten
Beglaubigung durch qualifizierten Übersetzer auf Wunschenthalten
PDF-Vorab & Postversand des Originalsenthalten
Muttersprachliche Revision & Endkontrolleenthalten

Zur Orientierung ab CHF 1.09/Normzeile; den genauen Betrag nennen wir nach kurzer Sichtung – inkl. MwSt und Versand. Wie sich der Preis zusammensetzt →

Tigrinya-Übersetzung anfragen

Tigrinya Dokumente & Texte

Übersetzungsbüro für Tigrinya-Texte und Dokumente.

Wir übersetzen Tigrinya – Deutsch und Deutsch – Tigrinya – von der beglaubigten Urkunde bis zum Fachtext. Häufig aus dem Tigrinya: ናይ ልደት ምስክር ወረቐት (Geburtsurkunde aus Eritrea), ምስክር ወረቐት ናይ መርዓ (Heiratsurkunde), ወረቐት መንነት (Identitätskarte und Reisepapiere) sowie kirchliche Tauf- und Trauungsbescheinigungen.

Häufige Fragen

Tigrinya-Übersetzung – häufige Fragen.

Wer übersetzt bei Ihnen ins Tigrinya und aus dem Tigrinya?

Muttersprachliche Tigrinya-Fachübersetzer, die die Ge'ez-Schrift sicher beherrschen und eritreische wie tigrayische Urkunden einordnen können. Für amtliche Vorlagen zeichnet ein qualifizierter Übersetzer die bestätigte (beglaubigte) Fassung mit Bestätigungsvermerk; verlangt Ihre Zielstelle zusätzlich eine notarielle Beglaubigung der Unterschrift, organisieren wir sie mit.

Ich habe keinen eritreischen Pass. Nach welchem Dokument richten Sie die Namensschreibung?

Nach dem Papier, das die Schweizer Stelle tatsächlich in der Akte führt – meist Ausweis N, F oder B oder ein vom SEM ausgestelltes Reisedokument. Sagen Sie uns bei der Beauftragung, welches das ist, und legen Sie eine Kopie bei; wir halten die Schreibweise dann über alle Urkunden desselben Vorgangs identisch.

Mein Dokument kommt aus Tigray – ändert das etwas?

Ja, in zwei Punkten. Ausgestellt wird dort von der Kebele- oder Woreda-Verwaltung, und datiert wird im äthiopischen Kalender; wir rechnen jedes Datum um und geben das Originaldatum in Klammern an. Tigray-Urkunden sind ausserdem oft zweisprachig Tigrinya/Amharisch – schicken Sie in dem Fall alle Seiten mit, damit auch der amharische Teil übersetzt wird.

Ist Tigrinya dasselbe wie Amharisch?

Nein, es sind zwei verschiedene Sprachen mit derselben Schrift. Für die Beauftragung heisst das nur eines: Schicken Sie uns einen Scan. Wir bestimmen vor dem Angebot, welche Sprache tatsächlich vorliegt, und besetzen entsprechend – bei zweisprachigen Urkunden für beide Teile.

Brauchen eritreische oder äthiopische Urkunden eine Apostille?

Nein – beide Staaten gehören dem Haager Apostille-Übereinkommen nicht an, eine Apostille gibt es dort also nicht. Verlangt die annehmende Stelle einen Echtheitsnachweis, führt der Weg über die Überbeglaubigung beziehungsweise Legalisation durch die für das Ausstellungsland zuständige Schweizer Vertretung. Fragen Sie vorab bei Ihrer Zielstelle nach, was sie konkret verlangt; der FÜD stellt weder Apostille noch Legalisation aus, liefert aber die vollständige beglaubigte Übersetzung.

Übersetzen Sie auch Stempel, Randvermerke und Rückseiten?

Ja, und das ist keine Zugabe, sondern Voraussetzung. Scannen Sie deshalb jedes Blatt beidseitig und in voller Grösse ein, auch scheinbar leere Rückseiten und Gebührenmarken. Wir erfassen sie an ihrer Position und kennzeichnen unleserliche Stellen, statt sie zu glätten.

Was kostet eine Tigrinya-Übersetzung?

Der Preis richtet sich nach Umfang, Dokumenttyp, Richtung und Frist. Nach kurzer Sichtung nennen wir einen verbindlichen Festpreis: Standard-Urkunden ab 89 CHF pauschal, längere Texte ab CHF 1.09/Normzeile – Beglaubigung, PDF-Vorab und Postversand inklusive, inkl. MwSt. Handschriftliche oder schlecht lesbare Vorlagen benennen wir vorab im Angebot.
Beim ersten Anlauf hatte das Zivilstandsamt unser Dossier zurückgegeben – zwei Rückseiten und ein Randvermerk fehlten in der Übersetzung, und mein Name stand anders als auf meinem Ausweis. Hier wurde jedes Blatt übersetzt und die Schreibweise über alle Urkunden angeglichen. Danach lief das Ehevorbereitungsverfahren ohne Nachforderung durch.
★★★★★

Y. Gebremariam · Eheschliessung im Kanton Bern, Privatkunde

Karriere beim FÜD

Tigrinya-Übersetzer werden?

Unsere Tigrinya-Übersetzungen fertigen muttersprachliche Fachübersetzer an, die neben der Sprache vor allem drei Dinge sicher beherrschen: die Namensform an dem Ausweispapier auszurichten, das die Schweizer Stelle tatsächlich in der Akte führt, eritreische und tigrayische Urkunden auseinanderzuhalten – anderer Aussteller, anderer Kalender – und handschriftliche Eintragungen in Ge'ez-Schrift samt Zahlzeichen sicher zu lesen. Wer als Tigrinya-Übersetzer für den FÜD arbeiten möchte, braucht deshalb mehr als Zweisprachigkeit: Praxis in den Verfahren, aus denen die Aufträge kommen – Asyl und Aufenthalt, Zivilstandsamt und Familiennachzug, Zeugnisanerkennung – und die Bereitschaft, amtliche Fassungen mit eigenem Bestätigungsvermerk zu zeichnen, dessen Unterschrift ein Notariat beglaubigt, wenn die Zielstelle das verlangt. Wir arbeiten fest angestellt und freiberuflich mit qualifizierten Tigrinya-Übersetzerinnen und -Übersetzern zusammen; der Einstieg ist auch über ein Praktikum möglich.

Womit Sie arbeiten

Fachgebiete & Textsorten

Zwei Arbeitsfelder bestimmen den Alltag. Das eine ist das Verfahrensgeschäft aus dem Tigrinya: Entscheide und Anhörungsunterlagen, Personenstandsurkunden aus Eritrea und aus Tigray, kirchliche Tauf- und Trauungsbescheinigungen, Ledigkeits- und Wohnsitzbestätigungen, Erklärungen als Ersatznachweis vor dem Zivilstandsamt, Schul- und Abschlusszeugnisse, Gerichtspost. Das andere ist die Gegenrichtung ins Tigrinya: Entscheide, Rechtsmittelbelehrungen, Miet- und Arbeitsverträge, ärztliche Befunde – lesbar für die Empfängerin, ohne den Rechtsinhalt zu glätten. Die eigentliche Arbeit steckt dabei selten im Fliesstext, sondern in Stempeln, Randvermerken, Rückseiten und handschriftlichen Nachträgen.

Berufsrealität

Was der Beruf tatsächlich verlangt

Die erste Entscheidung fällt vor dem ersten Satz: Kommt die Vorlage aus Eritrea oder aus der äthiopischen Region Tigray? Davon hängen Aussteller, Amtsbezeichnung und Kalender ab – und ob überhaupt Tigrinya vorliegt, denn Tigray-Urkunden sind häufig zweisprachig mit Amharisch, eritreische auch englisch- oder arabischsprachig. Danach beginnt die Arbeit meist mit dem Entziffern und nicht mit dem Übersetzen: Was ankommt, ist ein Foto oder ein Scan, häufig schief, blass oder mit Handschrift über dem Vordruck. Der zweite Unterschied zur freien Fachübersetzung ist die Aktenbindung – dieselben Namen und Daten laufen über Jahre durch Asyl-, Zivilstands- und Migrationsdossiers, weshalb die Wiederholbarkeit einer Schreibweise mehr zählt als die elegantere Formulierung. Der dritte ist die Verantwortung ohne staatliches Vorprüfverfahren: In der Schweiz prüft keine Stelle die Qualifikation im Voraus – wer zeichnet, steht mit dem eigenen Namen ein. Dazu kommen Amts- und Vertretungstermine als Taktgeber und Unterlagen, die Verfolgung, Flucht und Familientrennung dokumentieren; Verschwiegenheit gehört hier zum Handwerk. Wir arbeiten dafür mit festen Ansprechpartnern, verbindlichen Lieferterminen und fallbezogen dokumentierten Namens- und Ortsschreibungen.

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