| Umgangssprache im Amtstext (Diglossie) | In geschriebenem Singhalesisch kongruiert das Verb mit dem Subjekt, in gesprochenem nicht. Wer in Alltagsformen schreibt, produziert einen für Amt und Gericht grammatisch unpassenden Text. | Amtliche, schulische und juristische Texte werden konsequent in der geschriebenen Sprache mit korrekter Verbkongruenz verfasst. |
| Pränasalierte Laute weggelassen | Die „Sanyaka“-Laute (ඟ ඬ ඳ ඹ) sind halbnasale Einzelkonsonanten – kein Cluster. Werden sie weggelassen oder als Doppellaut geschrieben, entsteht ein anderes Wort. | Muttersprachler setzen die pränasalierten Zeichen korrekt und prüfen die Darstellung im fertigen PDF. |
| Śuddha- statt Miśra-Alphabet | Für Sanskrit- und Pali-Lehnwörter – etwa in Bildung, Recht und buddhistischem Kontext – braucht es die zusätzlichen Miśra-Zeichen (behauchte Laute, ෂ u. a.). Wer nur das reine Alphabet nutzt, schreibt solche Wörter falsch. | Lehnwörter werden mit den korrekten Miśra-Zeichen gesetzt; das Schriftbild entspricht dem formellen Register. |
| Schrift der Vorlage nicht eindeutig bestimmt | Sri-lankische Urkunden tragen Orts- und Personennamen teils in singhalesischer, teils in tamilischer Schrift, gelegentlich beides auf einem Blatt. Wer die Schrift der Vorlage nicht sauber bestimmt, überträgt Namen inkonsistent oder greift zur falschen Zeichenbelegung. | Wir bestimmen die Schrift jeder Vorlagenstelle eindeutig und halten die Namensformen über das ganze Dokument konsistent. |
| Ge-Name als Nachname missverstanden | Viele Singhalesen führen einen oft langen Ge-Namen (Haus-/Herkunftsname) vor dem Rufnamen, häufig abgekürzt. In ein hiesiges Vorname/Nachname-Schema gepresst, kippt die Zuordnung. | Wir ordnen Ge- und Rufnamen dem Pass zu, lösen Initialen wo belegt auf und erläutern die Struktur im Übersetzervermerk. |
| Umlaufende Vokalzeichen verrutscht | Manche Vokalzeichen umschließen den Konsonanten (z. B. ෙ davor, ා dahinter). Ein verschobenes Zeichen macht aus einem Vokal einen anderen. | Vokalzeichen werden korrekt positioniert und die Zeichenstapelung im PDF kontrolliert. |
| Buddhistischer Kontext falsch übertragen | Auf Ordinations-, Tempel- und manchen Personenstandsdokumenten stehen buddhistische Termini und teils die buddhistische Ära. Wörtlich übertragen, geht Bedeutung oder Datum verloren. | Buddhistische Terminologie wird korrekt wiedergegeben und eine etwaige Ära-Angabe mit Übersetzervermerk umgerechnet. |
| Höflichkeitsregister verfehlt | Singhalesisch kennt fein abgestufte Höflichkeits- und Respektformen. Ein amtlicher oder geschäftlicher Text in vertrauter Anrede wirkt unseriös. | Offizielle und geschäftliche Texte werden im angemessenen förmlichen Register geführt. |